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Erst der letzte Putt der BMW PGA Championship brachte die Entscheidung. Mit einem Birdie am 18. Loch triumphierte Paul Casey beim wichtigsten europäischen Turnier nach den British Open. Der Engländer benötigte im Wentworth Club insgesamt 271 Schläge (17 unter Par) und nahm einen Siegerscheck über 750.000 Euro (Gesamtpreisgeld: 4,5 Millionen Euro) entgegen. Damit übernahm Casey die Führung im "Race to Dubai" und verbesserte sich in der Weltrangliste vom siebten auf den zweiten Platz.
Insgesamt hatte eine Rekordkulisse von 80.186 Zuschauern die spannende Turnierwoche bei „The Players’ Flagship“ verfolgt. Alleine 23.292 Golffans wurden am sonnigen Finaltag Zeuge, wie Casey, der mit drei Schlägen Vorsprung auf die letzten 18 Löcher gegangen war, der Turniersieg fast noch aus den Händen geglitten wäre. Dies hatte weniger mit Caseys eigener Leistung zu tun – auch wenn er sich auf den ersten neuen Löchern zwei Bogeys leistete – sondern mit dem außergewöhnlichen Auftritt seines Landsmanns Ross Fisher. Dieser konnte acht Birdies notieren und setzte Casey mit der besten Runde des gesamten Turniers (64 Schläge) mächtig unter Druck.
Fisher, der nur wenige Kilometer vom Wentworth Club geboren wurde und den West Course aus seiner Zeit als Amateur bestens kennt, spielte den Heimvorteil aus und an den beiden abschließenden Part-5-Löchern jeweils Birdie. Casey musste kontern und zog an der 17 mit einem Birdie nach. An der letzten Spielbahn benötigte er nun ein weiteres Birdie, um das Stechen zu vermeiden.
Obwohl sein zweiter Schlag im Grünbunker endete, rette sich Casey nervenstark ins Ziel und entschied die BMW PGA Championship mit einem keineswegs einfachen Putt.
„Dieser Sieg ist großartig. Ich wollte unbedingt auch einmal ein BMW Turnier gewinnen“, sagte Casey. „Ich habe auf den ersten neun Löchern, die für mich nicht gut verliefen, nicht auf die Zwischenstände geschaut. An der Zehn habe ich dann einen Blick auf das Leaderboard geworfen und wusste, was ich zu tun hatte. Ross hat Birdie auf Birdie gespielt, doch zum Glück hatte ich die passenden Antworten.“ Hinter den beiden Engländern kam Søren Kjeldsen auf den dritten Rang: Der Däne war neben Casey der einzige Spieler, der an allen vier Turniertagen unter 70 Schlägen blieb, zum zweiten Turniersieg seiner Karriere reichte es indes nicht. Auch Miguel Ángel Jiménez verpasste einen weiteren großen Erfolg. Der Spanier lag nach zwei Tagen exzellent im Rennen, die Wochenendrunden (74 und 76 Schläge) machten jedoch eine erfolgreiche Titelverteidigung zunichte. Jiménez wäre aber nicht Jiménez, wenn er nicht trotzdem am Sonntag noch für Schlagzeilen gesorgt hätte: Sein Albatross an der vierten Spielbahn war erst der zweite in der Turniergeschichte nach dem von Pierre Fulke im Jahr 1994. Die Deutschen im Feld der BMW PGA Championship 2009, Martin Kaymer und Marcel Siem, überstanden beide den Cut.
Kaymer blieb an allen vier Tagen unter dem Platzstandard und belegte nach Runden von 72, 70, 70 und 70 Schlägen (-6) einen ausgezeichneten geteilten 11. Platz. Siems Runden von 71, 75, 75 und 71 Schlägen (+4) brachten ihm den geteilten 59. Rang ein.
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Nicht einmal zwei Millionen Einwohner zählt Nordirland - doch die Golfwelt verneigt sich vor drei Superstars der Szene, die seit 2010 vier Major-Titel geschossen haben und allesamt aus dem Mini-Land stammen. Neben Rory McIlroy (U.S. Open 2011 im Congressional Golf Club und 2012 die PGA Championship in Kiawah Island) gelang dieses nordirische Meisterstück Graeme McDowell (2010, U.S. Open in Pebble Beach) und Darren Clarke (2011, British Open in Royal St. George´s)
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