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Mystisches Wales: Gastgeber des Ryder Cup 2010
Wales ist zwar nicht sehr weit von London entfernt, erscheint jedoch überraschend „anders“ im Vergleich zur pulsierenden Weltstadt. Zum Vereinigten Königreich gehörend, besitzt dieser Landstrich seit jeher eine eigene, ganz spezielle Identität. Es umgibt einen viel Grün in einer hügeligen Landschaft. Man besitzt eine eigene Sprache und ein Kulturerbe starker keltischer Prägung. Die Waliser sind sehr stolz auf ihre eigenständige Identität und haben ein im positiven Sinne ausgeprägtes Nationalgefühl. Obwohl das Land von der Größe her überschaubar ist, bietet es doch genügend Raum, um sich ungehindert auszuleben. Es gibt drei Nationalparks und fünf offizielle Gebiete „Außerordentlicher Landschaftlicher Schönheit“, die zum Wandern, Biken, Klettern und Golfspielen einladen. Neben der Natur sind vor allem die romantischen, sagenumwobenen Dörfer sowie die großen und kleinen Städte einen Besuch wert.
„This is, where the dragons play“ – mit diesem Motto lädt das Celtic Manor Resort bei Newport im Süden des Landes Anfang Oktober zum Ryder Cup 2010 ein. Das im malerischen Usk Valley liegende Resort zählt zu den besten Golfresorts Europas. Es verfügt über drei außergewöhnliche Meisterschaftsplätze, die ganz unterschiedliche Herausforderungen an die Spieler stellen: angefangen beim ursprünglichen, von Robert Trent Jones Senior konzipierten „Roman Road Course“, von 2005 bis 2007 Austragungsort der Wales Open, über den schwierigen „Montgomerie Course“, der von der Ryder Cup-Legende selbst geschaffen wurde und atemberaubende Höhenunterschiede bietet, bis hin zum nagelneuen und spektakulären „2010 Course“, dem ersten Platz in der Geschichte des Ryder Cups, der eigens für das Turnier geschaffen wurde. Neun Löcher wurden komplett neu gestaltet, neun weitere stammen vom ehemaligen Wentwood Hills Championship Course und wurden aufwändig umgestaltet. Dieser Platz ist so lang und anspruchsvoll, dass man als Hobbyspieler schon einen Traumtag erwischen muss, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Bei der Hälfte der Löcher kommt Wasser ins Spiel, und schon die 6.851 Meter Länge des Platzes sind eine echte Herausforderung. Erreicht man schließlich das gigantische und nagelneue Clubhaus, ist klar, dass man hier einen ganz speziellen Platz spielen durfte.
Die Bahnen sind teils von Erdwällen umgeben, um den Zuschauern einen tollen Blick über die Bahnen inklusive einer mitreißenden Stadionatmosphäre zu bieten. Der 2010 Course ist wohl schon jetzt Legende – immerhin wurden über 20 Mio. Euro in die Anlage investiert.
Das Resort verfügt mit dem „Crown at Celtic Manor“ über ein Gourmetrestaurant mit sehr ausgefallener Küche, die es bis in den Michelin-Führer gebracht hat. Dazu gibt es fünf weitere Restaurants für jeden Geschmack. Selbstverständlich kann man im grandiosen SPA traumhaft entspannen und abends eine abwechslungsreiche Unterhaltung genießen. Die großzügigen Zimmer bieten all jene Annehmlichkeiten, die man von einem solchen Haus erwarten darf.
Selbstverständlich gibt es in Wales viele weitere atemberaubende Plätze. So finden sich unter den 120 Top-Golfplätzen der Welt auch zehn walisische Plätze, unter anderem der 1891 gegründete, altehrwürdige Royal Porthcawl. Sollten die British Open je in Wales Station machen, dürfte man sicher sein, dass diese hier ausgetragen werden. Im Clubhaus herrscht Jackett- Pflicht, die Herren verfügen über einen eigenen Salon, zu dem Frauen keinen Zutritt haben. Dieser Platz ist so britisch, dass es nicht verwundern würde, ginge die Queen persönlich an den Abschlag. Natürlich handelt es sich um einen klassischen Links- Course mit vielen kleinen und sehr tiefen Topfbunkern, mit hohen Gräsern bepflanzten Roughs und harten, hügeligen Fairways. Grundsätzlich empfiehlt es sich, ein Eisen weniger zu nehmen, um nicht weit über das Ziel hinaus zu schlagen – der Ball rollt ohnehin nahezu ungebremst. Gegen Abend, wenn die Sonne im Meer versinkt, ist die Atmosphäre einfach atemberaubend schön.
Natürlich gibt unter den etwa 200 walisischen Plätzen auch viele romantische Parkland-Courses wie den Marriott St. Pierre Hotel & Country Club. Klassisch und elegant schmiegt sich das Resort um ein Manor House aus dem 14. Jahrhundert samt normannischer Kirche aus dem 11. Jahrhundert. Der Platz verläuft rund um einen kleinen See und bietet viel Wasser, Hügel und alte Bäume. Hier wurden bereits 14 europäische Profiturniere ausgetragen – mit so berühmten Siegern wie Seve Ballesteros, Bernhard Langer oder Greg Norman.
Romantische Dörfer, pulsierende Städte
Natürlich hat Wales neben viel Natur auch kulturelle Highlights zu bieten. Im romantischen Ort Caerleon nahe dem Celtic Manor Resort stehen die Reste eines der größten Legionärslager. Der ortsansässige Künstler, der ein kleines Lokal besitzt, sammelt Schnitzereien und Plastiken rund um die keltische Mythologie. Mit ein bisschen Glück erzählt er die dazu gehörenden Geschichten – ein außergewöhnliches Erlebnis.
Auch die Hauptstadt Cardiff sollte einen Besuch wert sein. Das Cardiff Castle ist ein äußerst sehenswertes Ensemble aus historischen Gebäuden inklusive eines gar nicht so alten Herrenhauses, das von der Exzentrik seines Erbauers kündet. Das moderne Cardiff verfügt mit der Cardiff Bay über eines der erfolgreichsten Sanierungsprojekte der britischen Inseln. Hier entstand auf dem ehemaligen Hafengelände ein modernes Geschäfts- und Vergnügungsviertel inklusive Oper und mehrerer Museen. Und schließlich das Millennium-Stadium, ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. Hier fanden während des Baus des Wembleystadions die FA-Cupfinals im Fußball sowie Länderspiele statt. Heute wird es vor allem für große Rugbyspiele genutzt. Ob als Zuschauer beim Ryder Cup oder als aktiver Golfspieler, Wanderer, Biker oder Kulturreisender – Wales ist wahrlich eine Reise wert und mehr als eine Alternative zu Schottland oder Irland. Es besitzt einen ganz eigenen, speziellen Charme und verspricht unvergessliche Tage im vielleicht außergewöhnlichsten Teil der britischen Inseln.
Markus von Bentzel
Weitere Infos zu Wales und Golf in Wales www.visitwales.de
www.golfasitshouldbe.com
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Vall d`Or
Ein Facelift mit neuem Design
erhielten die Spielbahnen 2, 5, 16 und
17. Jeweils die zweite Hälfte des Fairways
und die Grüns wurden auf diesen Bahnen
neu gestaltet. Somit ist einer der landschaftlich
schönsten älteren Plätze der Insel (seit
1985) am Fuße des San Salvador und unterhalb
des gleichnamigen Klosters auch golferisch
noch attraktiver geworden.
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