Marokko

Flair eines marokkanischen Gartens: Golfdestination Marrakesch

München — 06.09.2010

Golfplätze, die man gut spielt, muss man einfach mögen. In diese Kategorie fällt Marrakeschs neueste Anlage Al Maaden.

Bunker und Wasserhindernisse sind so angelegt, dass mehrere Ziellinien in Richtung Grün gespielt werden können, gleichwohl sollte man seine Bälle platzieren können. Charakteristisch und einmalig: die streng geometrischen Wasserhindernisse – große rechteckige Becken, teils in Gruppen, teils einzeln. Ideenquelle dafür: die Wasserbassins der berühmten Menara-Gärten von Marrakesch. „Ich wollte das Flair eines marokkanischen Gartens in diesen Platz integrieren und ihn mit einem Hauch von Schottland mischen“, erklärt Golfplatzdesigner Kyle Phillips (u.a. Kingsbarns, Schottland). Die klare Formensprache setzt sich im großzügigen Clubhaus (mit exzellenter Küche) fort. Bei klarer Sicht sieht man am Horizont die Gipfel des Atlasgebirges.

Wie die 70er Jahre in der Mode, wird auch Marrakesch als Reiseziel immer wieder neu entdeckt. Die Bettenkapazität hat sich in fünf Jahren verdoppelt und wird weiter ausgebaut. Marrakesch möchte sich als Golf-Destination profilieren: mit hochklassigen Übernachtungsmöglichkeiten und bislang eher moderaten Greenfees (um 45 bis 50 Euro pro Runde plus 12 Euro für einen Caddie). 106 Golflöcher verteilen sich derzeit auf sechs Plätze, sechs weitere sind im Bau oder in der Planung. Bekannte Golfarchitekten wie Robert Trent Jones, Kyle Phillips, Cabell B. Robinson oder die Nicklaus Group haben den Anlagen einen unverwechselbaren Charakter gegeben. Greg Norman und Gary Player zeichnen die Pläne für zwei der neuen Kurse.

Einen Ausbau erfuhr jüngst der 1993 von Robert Trent Jones Sen. angelegte Palmaraie-Platz. Mit der neuen Schleife „Tensift“ können seit Anfang des Jahres neun weitere, golferisch anspruchsvolle Bahnen bespielt werden. Die weitläufige, 220 ha große Palmaraie- Anlage beherbergt 5 ganz unterschiedliche Hotels: das Ressort-Hotel „Palmaraie Golf Palace“, die Suite- und Boutique- Hotels „Jardin d’ Ines“ und „Pavillon du Golf“ sowie die Appartementanlage „Palmaraie Village“. Das neueste, fünfte Projekt ist auch gleichzeitig das anspruchsvollste: Luxus in vollendeter Diskretion. Im „Secret Garden“ werden gerade 23 hochelegante Villen fertig gestellt, jede 600 m² groß und für je 6 Personen. Neben den Services, die das Resort bietet, können Butler, Köchin und Dienstpersonal angemietet werden. Zu jeder Villa gehören Pool, Sonnenterassen, Jacuzzi, Billardzimmer sowie ein eigenes Hammam. Buchbar ab Ende des Jahres.

Seinen ganz eigenen Charme hat der bereits 1923 gegründete Royal Golf Club: weniger lang, dafür wahrhaft majestätisch mit schattenspendenden Eukalyptusbäumen und eleganten Zypressen. 2008 wurde er um 9 modernere Bahnen (die „Menara“-Schleife) erweitert. Seit 2006 ist auf der Anlage auch eine Leadbetter- Akademie.

Stella Herbeck

 

Golfplätze

Al Maaden (Seit 2010. Design: Kyle Phillips. 18 Loch, Par 72) www.almaaden.com

Atlas Golf Marrakesch (Seit 2009. Design: Alain Prat. 9 Loch) claire@agc.marrakch.ma

Samanah Country Club (Seit 2008. Design: Nicklaus. 18 Loch, Par 72) www.samanah.com

Golf Club Amelkis (Seit 1995. Design: Cabell B. Robinson 27 Loch) E-Mail: HCOAMELKIS@menara.ma

Golf Club de la Palmaire (Seit 1993. Design: Robert Trent Jones. 27 Loch) www.pgpmarrakech.com

Royal Golf de Marrakesch (Seit 1923. 27 Loch) www.royalgolfmarrakech.com

 

 

Bilder zum Artikel: Ein Klick auf die Bilder startet die DiashowAl Maaden:Großzügig und modernPalmaraie jetzt mit 27 Löchern.Mit stylischem AmbienteRoyal Golf: Pittoresk und anspruchsvoll

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