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Rote Zahlen bei Callaway: Jetzt übernimmt Brewer

München

Der Callaway-Stand auf der PGA Merchandise Show war beeindruckend. Der Branchenriese hatte sich in der Hallenmitte breit gemacht und transportierte mittels stylischer Loungemöbel ein modernes Image. Die Ausstattung war gut gewählt - in den bequemen Sesseln ließen sich die besorgniserregenden Umsatzverluste besser verkraften.

Die Jahreszahlen 2011 von der Callaway Golf Company, dem weltweit größten Hersteller, waren für die Golfindustrie eine herbe Enttäuschung. Die amerikanische Firma mit Sitz im kalifornischen Carlsbad stürzte beim Umsatz von 968 Millionen Dollar 2010 auf 887 Millionen Dollar im vergangenen Jahr ab, das Ergebnis sank nach US-GAAP auf minus 172 Millionen Dollar. Darin enthalten sind auch Restrukturierungskosten, mit denen Callaway 50 Millionen Dollar dauerhaft einspart.

Thornleys einziger Trost: Die Produktoffensive 2012

Das schlechte Jahr des Unternehmens, das von Tony Thornley kommissarisch geführt wurde, zeigt, in welcher Krise sich das Golfgeschäft befindet, insbesondere im größten Markt, dem amerikanischen. Entsprechend schwächelt schon seit Jahren der Aktienkurs von Callaway, der seit 2009 zwischen vier und sechs Euro schwankt. Dies bedeutet eine Marktkapitalisierung von weniger als 400 Millionen Euro. In den Jahren davor war Callaway deutlich höher bewertet und als Firma mehr wert. Thornleys einziger Trost: Die Produktoffensive 2012 könnte erfolgreich sein. Zumindest erhielten die neuen Schläger sehr gute Noten bei Golf Digest. Im Ausblick für das laufende Jahr werden wieder steigende Umsätze und eine Rückkehr in die Gewinnzone erwartet. Phil Mickelson, der Star unter den Callaway-Vertragsspielern, hat seinen Teil bereits dazu beigetragen. Der Major-Sieger gewann mit dem AT&T Pebble Beach National Pro-Am Anfang Februar eines der prestigeträchtigsten Events auf der PGA Tour. Interims-President Thornley wurde Anfang März von Chip Brewer abgelöst. Der Harvard-Absolvent war ein Jahrzehnt CEO bei Adams Golf.

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