Dienstag, den 06.12.2016

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142. Open Championship:
Magic Mickelson holt sich den Sieg

Konnte das älteste Major der Weltr für sich entscheiden: Phil Mickelson.
An Selbstbewusstsein fehlt es Phil Mickelson eigentlich nicht. Nur wenn es um Golf auf Links-Plätzen geht und dann noch um die Open Championship, distanziert er sich gerne von Titelambitionen. Damit dürfte nun Schluss seine: Eine Woche nach seinem Sieg bei der Scottish Open gewann der Amerikaner die 142. Open dank einer phänomenalen Schlussrunde.

„Es ist ein sehr emotionaler Moment, meine ganze Familie und meine besten Freunde sind anwesend, ich habe wahrscheinlich mit die beste Runde meines Lebens gespielt. Ich hätte nie gedacht, dass ich in der Lage bin, eine Open zu gewinnen“, meinte der Superstar (281/-3).
Sein Golf in Runde 4 war mit einer 66 unglaublich stark, er sprintete mit vier Birdies auf den letzten sechs Löchern an der Konkurrenz vorbei und hielt am Ende den Claret Jug in Händen. Nun hat er das ältestes Major der Welt gewonnen, zudem das Masters und die PGA Championship. Was ihm nun noch fehlt, sind  die U.S. Open. Dieses Jahr scheiterte er ausgerechnet an seinem 43. Geburtstag und wurde zum sechsten Mal Zweiter. Eine bittere Pille, denn die U.S. Open wären für ihn als Amerikaner das Größte.

Den zweiten Platz im schottischen Muirfield belegte der Schwede Henrik Stenson. Lee Westwood ging bei einem Major einmal mehr leer aus: der Engländer war als Führender in die Schlussrunde gestartet und musste sich am Ende mit einen dritten Platz zufrieden geben.
Martin Kaymer spielte ein solides Turnier: Platz 32 (293/+9). Bernd Wiesberger war furios gestartet und fiel am Wochenende auf den 64. Platz zurück (297/+13). Marcel Siem scheiterte am Cut.

Und das war sonst noch los

European Tour

Aberdeen Asset Management Scottish Open: Reisen ins Ausland reduziert Phil Mickelson auf ein Minimum. Im Regelfall jettet der Amerikaner zu den Open und nimmt als Vorbereitung die Scottish Open mit. 2013 ging die Planung vollends auf, er besiegte im Stechen am ersten Extraloch Branden Grace (Südafrika) und holte sich damit erstmals einen Titel auf der European Tour (Majors ausgenommen). Marcel Siem zeigte sich mit einem zehnten Platz von seiner besten Seite (277/-11) und Bernd Wiesberger aus Österreich wurde 31. (281/-7). Landsmann Martin Wiegele scheiterte am Cut ebenso wie der Deutsche Maximilian Kieffer. Moritz Lampert gab nach der ersten Runde auf.

PGA Tour

John Deere Classic: Jordan Spieth holte sich seinen ersten Titel auf der PGA Tour – und das mit 19 Jahren. Nicht genug: Er ist der jüngste Sieger eines PGA-Tour-Events in 82 Jahren! Für den Titel musste er aber in die Verlängerung gehen. Erst am fünften Loch des Playoffs konnte er Zach Johnson und David Hearn bezwingen. Spieth ist erst im Dezember Pro geworden, „ich hatte einen Plan aufgestellt, ich denke, den kann ich nun in den Papierkorb werfen.“

Sanderson Farms Championship: Während die Elite bei den Open agierte, spielten die „Daheimgebliebenen“ im Annandale GC. Der Playoff-Sieger hieß Woody Austin. Der Amerikaner besiegte im Stechen die Landsmänner Daniel Summerhays und Cameron Beckman.

LPGA Tour

Manulife Financial LPGA Classic: Hee Young Park aus Südkorea nahm den Platz in Kanada sprichwörtlich auseinander. Ihr Siegscore nach vier Runden lag bei 258 Schlägen und 26 unter Par. Sandra Gal schaffte den Cut und wurde am Ende 50. (276/-8). Die Deutsche verspielte einen besseren Platz am dritten Tag, da leistete sie sich eine 74.

Marathon Classic: Beatriz Recari aus Spanien holte sich den Titel mit 267 Schlägen (-17). Bei ihrem Kampf um einen Platz im europäischen Solheim-Cup-Team musste Sandra Gal eine Niederlage einstecken. Die Deutsche scheiterte am Cut.

Champions Tour

U.S. Senior Open Championship: Auf der PGA Tour konnte Kenny Perry (52) nie ein Major gewinnen, kaum spielt der Amerikaner auf der Champions Tour läuft das Unternehmen Major. Zuerst holte er sich die Senior Players Championship und nun dominierte er bei der U.S. Senior Open Championship. Perry gewann mit 267 Schlägen und 13 unter Par vor Fred Funk (272). Nicht ganz rund lief es bei Bernhard Langer: Der Deutsche wurde 14. (279/-1).

LET

Open de España: Die Südafrikanerin Lee-Ann Pace konnte ihren zweiten Titel in dieser Saison auf der europäischen Damentour (275/-13) einfahren. Eine starke Leistung bot Ann-Kathrin Lindner mit ihrem 16. Rang (284/-4). Miriam Nagl rutschte in der Schlussrunde auf den 52. Platz (292/+2) ab. Die Schweizerin Melanie Mätzler wurde 69. (301/+13). Am Cut gescheitert: Steffi Kirchmayr, Leigh Whittaker, Isabell Gabsa (alle GER) Anais Maggetti (CH) und Steffi Michl (AUT).
31.07.2013
von Redaktion